Tunesiens Zivilgesellschaft steht unter wachsendem Druck, da die Repressionen zunehmen
In einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht dokumentierte Human Rights Watch die eskalierende Unterdrückung der Zivilgesellschaft in Tunesien, darunter mindestens 47 Strafverfolgungen, 10 Untersuchungshaften, die die gesetzlichen Grenzen überschreiten, und 14 Verurteilungen. Die prominente Menschenrechtsverteidigerin Saadia Mosbah wurde zu acht Jahren Haft verurteilt. Die Behörden haben auch die Finanzen von Vereinen untersucht, mindestens 20 Gruppen suspendiert und Anti-Terror- und Geldwäschegesetze gegen Aktivisten eingesetzt. Die Repressionen haben sich seit der Machtergreifung von Präsident Kais Saied im Jahr 2021 verschärft, wobei die Zivilgesellschaft als Bedrohung dargestellt wird. Journalisten sehen sich Beschränkungen gegenüber, und das Klima der Angst hat die Zahl der Fotojournalisten halbiert. Human Rights Watch fordert internationale Maßnahmen, um den zivilgesellschaftlichen Raum zu erhalten.
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Was wir wissen
Von Mai bis Dezember 2024 verhafteten die Behörden mehrere Mitarbeiter von Gruppen, die Flüchtlingen und Migranten helfen.
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Mindestens 14 Personen mit Verbindungen zur Zivilgesellschaft wurden nach Prozessen in den Jahren 2025 und 2026 zu Gefängnisstrafen verurteilt.
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Im Februar 2023 beschrieb Präsident Kais Saied subsaharische Flüchtlinge als Teil eines 'kriminellen Plans', um die demografische Zusammensetzung Tunesiens zu verändern.
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Mindestens 10 Personen befinden sich seit über 14 Monaten in Untersuchungshaft, was die gesetzlichen Grenzen überschreitet.
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Saadia Mosbah wurde am 19. März wegen Finanzverbrechen zu acht Jahren Gefängnis verurteilt.
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Human Rights Watch veröffentlichte am Mittwoch einen 49-seitigen Bericht, der die Unterdrückung der Zivilgesellschaft in Tunesien dokumentiert.
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Fünf Mitarbeiter von Organisationen, die Asylsuchende unterstützen, wurden wegen Anklagen im Zusammenhang mit ihrer Arbeit verurteilt.
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Mindestens 47 Personen mit Verbindungen zu NGOs wurden angeklagt.
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Human Rights Watch berichtet, dass die tunesischen Behörden den Druck auf die Zivilgesellschaft durch Verhaftungen, Strafverfolgung, Finanzermittlungen und Suspendierungen verstärkt haben und den zivilgesellschaftlichen Raum einschränken.
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