Guinea-Bissau hält Referendum über Präsidentenbefugnisse ab, Opposition boykottiert
Guinea-Bissau hielt am Sonntag ein Referendum darüber ab, ob die Verfassung geändert werden soll, um dem Präsidenten neue Befugnisse zu geben, während sich das Land auf den Übergang von der Militär- zur Demokratieherrschaft vorbereitet. Viele Wahllokale hatten eine geringe Wahlbeteiligung, nachdem die Opposition zum Boykott aufgerufen hatte. Die Junta, die im November nach einer umstrittenen Wahl die Macht übernahm, hat eine Verfassungsänderung genehmigt, um von einem parlamentarischen zu einem präsidentiellen System zu wechseln, das es dem Präsidenten erlaubt, den Premierminister zu ernennen und zu entlassen und das Parlament aufzulösen. Die neue Verfassung würde auch die Zahl der Parlamentssitze von 102 auf 65 reduzieren. Die Junta sagt, die Änderung ziele darauf ab, die Institutionen vor den für den 6. Dezember geplanten Präsidentschafts- und Parlamentswahlen zu stabilisieren. Oppositionsgruppen bezeichnen das Referendum als einen Weg für den Junta-Führer, seine Macht zu festigen, und als Quelle politischer Instabilität. Die Wahllokale schlossen um 17:00 Uhr GMT, vorläufige Ergebnisse werden ab Dienstag erwartet. Guinea-Bissau, eines der ärmsten Länder der Welt, hat seit 1974 fünf Staatsstreiche erlebt.
Was wir wissen
Die Junta, die im November die Macht übernommen hatte, billigte die Verfassungsänderung, um von einem parlamentarischen zu einem präsidentiellen System zu wechseln.
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Die Änderung würde es dem Präsidenten ermöglichen, den Premierminister zu ernennen und zu entlassen und das Parlament aufzulösen.
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Guinea-Bissau hielt am Sonntag ein Referendum über Verfassungsänderungen ab, die dem Präsidenten mehr Befugnisse einräumen sollen.
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Oppositionsgruppen riefen zum Boykott auf und bezeichneten das Referendum als Quelle politischer Instabilität.
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Die Wahllokale schlossen um 17:00 Uhr GMT, vorläufige Ergebnisse werden ab Dienstag erwartet.
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Die Wahlen sind für den 6. Dezember geplant.
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Guinea-Bissau stimmte am Sonntag in einem Referendum über Verfassungsänderungen ab, die dem Präsidenten mehr Befugnisse geben sollen; die Opposition rief zum Boykott auf. Die Junta, die letztes Jahr die Macht übernahm, plant Wahlen im Dezember.
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